Evangelische Kirche in Offenbach

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Evangelische Mirjamgemeinde Offenbach

Die neu fusionierte Mirjamgemeinde in Offenbach setzt auf ein innovatives Konzept

Vision von einer Kirche, die aufbricht

Die Prophetin Mirjam lockte das Volk Gottes singend und tanzend zum Aufbruch in das Gelobte Land. Um in einer Stadt wie Offenbach Menschen zu erreichen, muss eine evangelische Kirchengemeinde ebenfalls aufbrechen und neue Wege gehen. Davon sind die vier PfarrerInnen der Mirjamgemeinde überzeugt.

Im Januar 2014 hat sich aus den vier Gemeinden Paul-Gerhardt, Lauterborn, Luther und Schlosskirche die Mirjamgemeinde gebildet. „Wir setzen hier ein zukunftsweisendes Konzept von Kirche um“, erklärt Pfarrer Ulrich Knödler. Der Impuls dazu kam von der Kieler Theologieprofessorin Uta Pohl-Patalong. Ein städtisches Milieu mit einem hohen Migrantenanteil und viel Fluktuation erfordere eine Neuorientierung der Gemeinden. „In einer Stadt wie Offenbach richten sich Menschen nicht mehr nach vorgegebenen Gemeindegrenzen. Sie sind mobil und suchen sich das ihnen entsprechende Angebot aus, “ so Knödler. Es gelte darum, an jedem der vier kirchlichen Orte attraktive inhaltliche Angebote zu machen, die von den Menschen entsprechend ihrer Bedürfnisse gewählt werden können.

Aus Kirchengemeinden werden kirchliche Orte

Jeder kirchliche Ort hat in den vergangenen Jahrzehnten bereits sein eigenes Profil entwickelt: die Lutherkirche den Schwerpunkt Kirchenmusik, das Paul-Gerhardt-Haus die Jugend- und Bildungsarbeit, die Schlosskirche, die sich im Bereich Diakonie und dem interreligiösen Dialog profiliert hat und die Hausaufgabenbetreuung und Kita im Lauterborn. Die Lutherkirche, die in diesen Tagen ihr hundertjähriges Jubiläum feiert, war seinerzeit von Friedrich Pützer für 10.000 Mitglieder gebaut worden. Nicht zuletzt wegen ihrer historischen Steinmeyer-Orgel von 1914 ist die Lutherkirche zum Ort der Kirchenmusik in Offenbach geworden. „Kirchenmusik ist für uns Verkündigung“, sagt Ulrich Knödler. Angefangen bei der musikalischen Früherziehung über die Kinderkantorei, dem Jugendchor, dem Posaunenchor Offenbach bis hin zur Offenbacher Kantorei, die der Dekanatskirchenmusiker Friedemann Becker leitet. „Gemeinsam zu singen bereitet vielen Menschen Freude und eröffnet einen Zugang zum Glauben“, so Knödler.

Die ehemalige Schlosskirche, die im Offenbacher Mathildenviertel liegt, hat sich schon vor Jahren aufgemacht, zur Diakoniekirche zu werden. „Wir haben in der Schlosskirche eine lange interkulturelle Tradition“, erklärt Pfarrerin Patrizia Pascalis. Seit über 30 Jahren feiert die Gemeinde,  gemeinsam mit Muslimen, regelmäßig Gottesdienste. Um den Menschen im Mathildenviertel mit Rat und Tat zur Seite stehen zu können, wurde die Arbeit von Kirchengemeinde und Diakonie aufeinander bezogen. Heute arbeitet eine Sozialpädagogin gemeinsam mit der Pfarrerin daran, den gemeinwesenorientierten Ansatz der Diakoniekirche umzusetzen. Der Ausbau der Kita zum Familienzentrum und der Umzug des Diakoniezentrums auf das Gelände der Diakoniekirche ermöglicht es zusätzlich, Brücken zu bauen zu denen, die Hilfe brauchen.

Die Lauterborngemeinde verkaufte ihr Gemeindegelände und zog zusammen mit der Paul Gerhardt-Gemeinde in deren Gemeinderäume, in das jetzige Paul-Gerhardt-Haus. Der Erlös aus dem Verkauf des Geländes soll in eine bauliche Umgestaltung des neuen gemeinsamen Zuhauses fließen. Auch der Umbau der Paul-Gerhardt-Kita zu einem kirchlichen Ort im Lauterborn soll so ermöglicht werden. Hier kann die gemeindenahe Kita-Arbeit mit der stadtteilbezogenen Hausaufgabenbetreuung enger vernetzt werden. Die Mirjamgemeinde will eine Verbindung zwischen gemeindlichen und übergemeindlichen Angeboten schaffen. Neben den kirchlichen Orten wird es auch das wohnortnahe kirchliche Angebot weiterhin geben, „Wir gehen neue Wege, ohne das Bewährte ganz aufzugeben“, erklärt Pfarrerin Brigitte Hoßbach. Gruppen wie Seniorinnenkreise, Bibelgruppen und Gemeindefeste haben auch in Zukunft einen festen Platz in der Gemeinde.

2011 begannen die vier Gemeinden über eine Fusion zu verhandeln. Schon lange vorher begann die Zusammenarbeit der damaligen Gemeinden im Bereich der Konfirmationskurse. Die Jugendlichen fanden sich in einer Gruppengröße wieder, in der Erfahrungen miteinander möglich wurden, die kleine Gruppen nicht bieten können. Auch Gottesdienste werden schon seit vielen Jahren gemeinsam gefeiert und die Gottesdienstbesucherinnen haben sich schon weit vor der Fusion mit unterschiedlichen Orten und Gesichtern vertraut gemacht.

Bei den Ehrenamtlichen hat sich die Zusammenarbeit in der neuen Gemeinde gut angelassen. Am Anfang des Fusionspozesses hätten sich auch Mitglieder der verschiedenen Kirchenvorstände teilweise argwöhnisch betrachtet, berichtet Pfarrer Simon Pascalis. Ein gemeinsames Klausurwochenende der Kirchenvorstände brachte die Wende. Der Austausch über den theologischen und auch den emotionalen Gehalt möglicher Gemeindenamen, das Gespräch über die eigenen Geschichten und die Wahrnehmung „der anderen“ aus der Ferne, so wie die gemeinsamen Spiele und Witze bei einem Glas Wein brachte die KirchenvorsteherInnen einander näher. „Mirjam“ sollte die Gemeinde heißen und das Lied von der großen Schwester des Mose, die Pauke schlagend allen voran trockenen Fußes durch das Wasser geht, ließ manche Träne der Rührung rollen. „Seitdem herrscht eine Atmosphäre des Vertrauens und der Offenheit“, berichtet Pascalis. Bis zur nächsten KV-Wahl in einem Jahr bilden die bisherigen vier Kirchenvorstände einen neuen großen Vorstand. In der ersten Sitzung wurde Silke Schäfer zur neuen Vorsitzenden gewählt. Für sie gilt es nun, die Interessen aller Gemeindeteile im Blick zu behalten. Ihre neuen Aufgabe steht Silke Schäfer positiv gegenüber: „Die größte Herausforderung wird sein, wirklich zu einer Gemeinde zusammenzuwachsen und dabei die vorhandene Vielfalt zu erhalten und zu fördern.“ Der Offenbacher Dekanatssynodalvorstand unterstützt das Gemeindekonzept der Mirjamgemeinde durch die Schaffung von zwei halben Schwerpunktstellen im Bereich Diakonie- und Jugendkirche. Die Mirjamgemeinde habe das Potential, in Offenbach zu einer Gemeinde mit Ausstrahlungskraft werden, sagt Dekanin Eva Reiß. „Wir freuen uns darauf, die Vision von einer attraktiven Kirche in der Stadt lebendig werden zu sehen.“

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Kontakt

vlnr. Pfarrer Ulrich Knödler, Pfarrerin Brigitte Hoßbach, Pfarrer Simon Pascalis.

Pfarrer Ulrich Knödler

Telefon: (069) 85 51 77

Sprechstunde: Mittwoch von 18:00 - 20:00 Uhr

sowie nach Vereinbarung

Pfarrerin Brigitte Hoßbach

Telefon: (069) 86 00 68 93

E-Mail: briratz@yahoo.de

in seelsorgerlichen Fällen auch (069) 84 66 22
Sprechstunde: nach Vereinbarung

Pfarrer Simon Pascalis

Telefon: (069) 83 83 00 82

E-Mail: SimPascalis@web.de

Gemeinsames Gemeindebüro der Mirjamgemeinde:

Gemeindesekretärinnen: Sabine Winter, Michaela Roth

Waldstraße 76, 63071 Offenbach

Montag bis Freitag 10 bis 13 Uhr,

Montag und Mittwoch 16 bis 18 Uhr

Telefon: 069/854149

Fax: 069/87876068

E-Mail: ev.mirjamgemeinde.offenbach@ekhn-net.de

Gemeindepädagoginnen

Ruth Schlotter und Corinna Böhme-Prömper

Ruth Schlotter

Telefon: (069) 84 84 63 99

E-Mail: pgg-ruth.schlotter@gmx.de

 

Corinna Böhme-Prömper

Telefon: (069)84 84 63 99

E-Mail: lg.corinnabp@yahoo.de

 

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