Evangelische Kirche in Offenbach

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Evangelische Friedenskirchengemeinde

Über die Gemeinde

Ev. FriedenskircheEv. Friedenskirche

Die Friedenskirchengemeinde im westlichen Teil der Offenbacher Innenstadt entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Durch die stürmische Industrialisierung war die Stadt über ihre ehemaligen Grenzen hinaus gewachsen. Die evangelische Stadtgemeinde konnte die seelsorgerische Betreuung der vielen neu zugezogenen Gemeindemitglieder bald nicht mehr bewältigen. Im Jahre 1899 teilte man die evangelische Kirchengemeinde in Bezirke ein. Es entstanden unter anderem der neue Doppelbezirk Süd und Südost und der Südwestbezirk, die jedoch keine eigene Bleibe hatten. So fanden im Jahre 1904 Gottesdienste als Übergangslösung in der Erbauungshalle der deutsch-katholischen Gemeinde am Schillerplatz statt. Im gleichen Jahr wurde ein Kirchenbauverein gegründet, dem es bald gelang, das Grundstück Ecke Geleitstraße und Tulpenhofstraße zu erwerben.

Heute hat die Gemeinde rund 1.900 Gemeindemitglieder. Das Gemeindeleben wird durch vielerlei Aktivitäten geprägt. Hierzu zählen unter anderem die vier Chöre, der Frauenkreis, Jungscharen für verschiedene Altersgruppen, Konfirmanden- und Jugendarbeit. Seit 2004 pflegt die Gemeinde eine Partnerschaft mit der Friedenskirchengemeinde im schlesischen Jawor (Polen).

Über die Kirche

Die Friedenskirche wurde von dem Darmstädter Professor für Städte- und Kirchenbau, Friedrich Pützer, entworfen, der seit 1908 auch das Amt des Kirchenbaumeisters der Evangelischen Landeskirche in Hessen bekleidete. Am 23. Juli 1911 erfolgte die Grundsteinlegung. Schon ein gutes Jahr später, am 6. Oktober 1912 konnte die neue, in Jugendstilformen errichtete, Friedenskirche in Anwesenheit von Großherzog Ernst Ludwig, seiner Gattin Eleonore sowie des Fürsten Franz Joseph von Isenburg-Birstein durch Pfarrer Theodor Palmer eingeweiht werden. Die Weihehandlung wurde von Prälat D. Dr. Flöhring vorgenommen. Den Namen "Friedenskirche" hatte man - wie schon bei der Grundsteinlegung betont wurde - gewählt, um auf die Herstellung des sozialen Friedens und die Überbrückung sozialer Gegensätze hinzuwirken.

Da das Grundstück relativ klein war, hatte man für den Neubau eine zweigeschossige Lösung gewählt, die in moderner Eisenbetontechnik realisiert wurde. Das Erdgeschoss nahm den Gemeindesaal auf, der Gottesdienstraum wurde in der Etage darüber errichtet. Daneben bot der kompakte Baukörper Platz für Konfirmandenraum, Kindergarten, Küster-, Schwestern- und Pfarrwohnung. Durch ein Treppenhaus im seitlich versetzten Turm gelangt man in die obere Etage. Bekrönt wird der Bau durch ein auf einem Stahlgerüst ruhenden Walmdach. Der Turm trägt eine geschweifte Haube. 

Das Wiesbadener Programm

Der Kirchsaal war nach der Vorgaben des so genannten "Wiesbadener Programms" errichtet worden, das der Architekt Johannes Otzen und der Wiesbadener Pfarrer Emil Veesenmeyer im Jahre 1891 für neu zu errichtende evangelische Gotteshäuser entwickelt hatten. Am Vorbild der Dresdener Frauenkirche ausgerichtet, sollte ein Kircheninneres der Raumordnung eines evangelischen Gottesdienstes entsprechen. Dies bedeutete vor allem, dass man einen ungeteilten Gemeinderaum bevorzugte, der auf ein einheitliches Ensemble von Kanzel, Altar und Orgel ausgerichtet sein sollte. So war in der Friedenskirche hinter dem Altar die Orgel angeordnet und die Kanzel am linken Chorpfeiler angebracht.

Die Wand hinter dem Altar schmückte ein Christusbild des Künstlers Johannes Joseph Vincenz Cissarz, einem früheren Mitglied der Darmstädter Künstlerkolonie. Ernst Riegel, ebenfalls Mitglied der Künstlerkolonie, schuf die Altargeräte, die als bedeutende Werke der Goldschmiedekunst der Jugendstilzeit gelten. Von ihm stammte auch das Portaltympanon. Im Jahre 1925 erhielt die Kirche vier neue Glocken, da die ersten Glocken im 1. Weltkrieg eingeschmolzen wurden. Die Glocken sind nach den vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes benannt. 

Zerstörung und Wiederaufbau

1943 wurde der Gebäudekomplex bei alliierten Bombenangriffen schwer beschädigt. Beim Wiederaufbau wurden die erhalten gebliebenen Stücke der Jugendstilinnenausstattung entfernt und die Orgel auf die Eingangsempore verlegt. Auch der Chorraum wurde in den Fünfziger Jahren nach Entwürfen des Schriftkünstlers und aktivem Gemeindemitgliedes Rudolf Koch neu gestaltet. Diesem Künstler verdankt die Kirche ihren ältesten Schatz. Das Kruzifix aus dem 14. Jahrhundert, das heute im Gottesdienstraum hängt, ist eine Stiftung Kochs. 1952 konnte nach den Wiederherstellungsarbeiten ein erster Gottesdienst in der Friedenskirche gefeiert werden.

Am 31. Oktober 1987 wurde die neue Orgel in Dienst genommen. 1992 erfolgte der Einbau eines Aufzugs, der vor allem alten und behinderten Gemeindemitgliedern das Erreichen des Gottesdienstes im 1. Stock wesentlich erleichtert.

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Kirche

Ev. Friedenskirche

Geleitsstraße 104
63067 Offenbach

Website: www.friedenskirche-offenbach.de/

Kontakt

Pfarrerin:

Henriette Crüwell ist Pfarrerin der Friedenskirchengemeinde.

 

 

Gemeindebüro
Elke Dieken
Geleitsstraße 104
63067 Offenbach
Telefon: (069) 88 62 85
Telefax: (069) 81 58 71
E-Mail: friedenskirche.offenbach@t-online.de

Öffnungszeiten Gemeindebüro:
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag von 9:00 – 11:00 Uhr 

Kindertagestätte
Leitung: Ruperta Kilian-Romanazzi
Tulpenhofstraße 42
63067 Offenbach
Telefon: (069) 81 13 13
Telefax: (069) 82 36 09 53
E-Mail: ev.kita.friedenskirchengemeinde.offenbach@ekhn-net.de
Homepage: www.ev-kita-offenbach.de/Kita_Tulpenhofstrasse.html

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