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"Tilda" bietet Betreuung bis 16 Uhr

Trägerwechsel bei der Nachmittagsbetreuung an der Mathildenschule

Dekanat Offenbach

Der Evangelische Kirchengemeindeverband Offenbach, das Diakonische Werk Offenbach-Dreieich-Rodgau und das Familienzentrum Zion bieten ab 1. November Nachmittagsbetreuung für Schüler der Mathildenschule an.

Nur wenige Schritte sind es von der Offenbacher Mathildenschule hin zum Diakonischen Werk Offenbach-Rodgau-Dreieich. Ab 1. November rücken beide Einrichtungen zumindest arbeitstechnisch noch näher zusammen: Das Diakonische Werk wird gemeinsam mit dem Evangelischen Kirchengemeindeverband und dem Familienzentrum Zion (Zentrum für Integration und organisierte Nachbarschaft) die Nachmittagsbetreuung an der Mathildenschule übernehmen. Unter dem Namen „Tilda“ wird das neue Angebot starten.

Nach dem Ausscheiden des bisherigen Trägers der Nachmittagsbetreuung hatte sich die Grundschule mit Förderstufe, Haupt- und Realschule an Diakonie und Kirchengemeindeverband gewandt. „Wir betreten damit Neuland“, sagt Sabine Ullrich, Leiterin der Geschäftsstelle des Kirchengemeindeverbands, „der Verband ist sonst Dienstleister für die Gemeinden, nun treten wir selbst als Träger und mit inhaltlichen Schwerpunkten auf.“ Zwar gibt es im Bereich des Evangelischen Dekanats Offenbach an der Ernst-Reuter-Schule schon eine über das kirchliche Werk organisierte Nachmittagsbetreuung, doch werde diese überwiegend von der örtlichen Kirchengemeinde organisiert.

„Wir haben also die Nachmittagsbetreuung für uns komplett neu erarbeiten müssen“, sagt Robert Brendel, stellvertretender Leiter des Diakonischen Werks. „Gerne hätten wir die Betreuung schon von Beginn des Schuljahres nach den Sommerferien angeboten, aber uns fehlte das nötige Personal – der Markt für Erzieherinnen und Erzieher ist wie leergefegt“, sagt er.

Die Betreuung wird gemischt organisiert: Der Kirchengemeindeverband übernimmt die Verwaltungsaufgaben, Diakonisches Werk und Familienzentrum die pädagogische Konzeption und Durchführung. „Martin Bauer vom Familienzentrum ist über sein Angebot der Sozialarbeit mit der Mathildenschule vertraut und begleitet das Projekt“, sagt Brendel. Gemeindepädagogin Stephanie Ludwig vom Evangelischen Dekanat unterstützt das Projekt ebenfalls konzeptionell.

30 Betreuungsplätze werden ab November von 11.30, bis 16 Uhr während des Schuljahres und über einen Teil der Schulferien angeboten. „Natürlich gehört auch ein Mittagessen für die Kinder zum Angebot von `Tilda‘“, sagt Ullrich. Als Ort für das Betreuungsangebot konnte das „Rote Haus“, die Kita gegenüber der Schule, gewonnen werden. „Die bisherigen Nachmittags-Arbeitsgruppen der Schule bleiben bestehen“, sagt Brendel, „unser Angebot ist eine Ergänzung dazu.“ Neben Hausaufgabenbetreuung wird es auch Ausflüge oder Angebote im spielerischen oder kreativen Bereich geben. „Wir wollen schauen, wo die Interessen der Kinder liegen und diese fördern“, sagt Brendel.

Jeden Tag werden neben einer Fachkraft zwei Hilfskräfte für die Betreuung verantwortlich sein. „Alle werden einen pädagogischen Hintergrund haben“, sagt sie. Für die Betreuung ist eine Fachkraftstelle von 28 Stunden pro Woche eingerichtet worden. „Die reine Betreuungszeit liegt bei 22,5 Stunden – wir möchten aber mehr bieten. Als Kirchengemeindeverband arbeiten wir natürlich auch für die Inhalte“, sagt sie.

Finanziert wird die Nachmittagsbetreuung über eine Mischkalkulation: Die Eltern zahlen eine Gebühr von 235 Euro pro Monat, dazu kommt Fördergeld von Land und Stadt. „Wir schließen mit den Eltern feste Betreuungsverträge“, sagt Brendel, „so hat das Personal die Sicherheit, dauerhaft angestellt zu sein.“ Die Vereinbarung laufe bis zum Ende des Schuljahres 2017/18. „Aber wir streben natürlich an, die Nachmittagsbetreuung dauerhaft installieren zu können“, sagt er.

Für die Eltern gibt es am Dienstag, 24. Oktober, um 18 Uhr einen Informationsabend in der Schule, bei dem Konzeption und Personal vorgestellt werden. 

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