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Drei Bücher der Weisheit

Skulptur im Luther-Park eröffnet

Dekanat Offenbach

Das Evangelische Dekanat und der Förderverein Praeludium haben im Rahmen einer Feierstunde das neue Kunstwerk für den Martin-Luther-Park der Stadt übergeben.

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Dekanat Offenbach

Satte 1,6 Tonnen wiegen die drei steinernen Bücher, die am Sonntag, 1. Oktober, vom Evangelischen Dekanat und dem Förderverein Praeludium der Stadt Offenbach symbolisch übergeben wurden. Das Kunstwerk unter dem Titel „Bücher der Weisheit“ ersetzt die zweimal gestohlene Bronzebibel am Teich des Martin-Luther-Parks.

Über mehrere Jahre haben Leonore und Jürgen Blume vom Förderverein Praeludium um Spenden für ein neues Kunstwerk als Ersatz für den Park geworben. Über 20000 Euro haben beide schließlich gesammelt. „Unser besonderer Dank gilt Stefan Grüttner vom Sozialministerium und der Dr.-Marschner-Stiftung, die maßgeblich zum Gelingen der Spendenaktion beigetragen haben“, sagt Leonore Blume. Zahlreiche Spenden aus der Bürgerschaft und der Evangelischen Kirche haben die Neuanschaffung eines Kunstwerks im Luther-Park ermöglicht.

Für das Werk konnte die Künstlerin Anna-Maria Kubach-Wilmsen gewonnen werden: Statt eines Buches hat sie drei – eines für jede der drei Religionen Judentum, Christentum und Islam – geschaffen. Für jedes der drei Bücher hat die Künstlerin ein anderes Material verwendet: Das untere Buch besteht aus schwarzem Granit aus Südafrika, das mittlere aus grünem Quarzit aus Norwegen und das obere aus rotem Gneis aus Australien. Die Offenbacher Firma Schneider-Grabmale hat das Kunstwerk aufgestellt und musste eigens das Fundament für die Skulptur verstärken. „Wir haben den Sockel abgebaut und in 80 Zentimetern Tiefe ein weiteres eisenarmiertes Fundament eingesetzt“, sagt Marek Schneider.

Als Vertreter der Stadt nahm Stadtrat Paul-Gerhard Weiß (FDP) das Kunstwerk im Rahmen einer Feierstunde von Dekanin Eva Reiß entgegen. Vertreter verschiedener Offenbacher Religionsgemeinschaften, etwa die jüdische Gemeinde oder die Mevlana-Moschee, gestalten die Feierstunde mit und verknüpften ihre Grußworte mit einem Appell an eine offene und tolerante Stadtgesellschaft.

Auch Karl-Heinz Oppl, der das Vorgänger-Kunstwerk und einige Jahre darauf eine Replik geschaffen hatte, nahm an der Feierstunde teil. „Dieses Mal bleibt das Kunstwerk bestehen – die 1,6 Tonnen wird niemand stehlen“, sagte Dekanin Eva Reiß.

 

 

Zur Künstlerin:

Anna-Maria Kubach-Wilmsen, geboren 1937 in Appeldorn am Niederrhein, hat Bildhauerei in München und Melbourne studiert. Sie hat sich an über 200 Einzelausstellungen im In- und Ausland beteiligt, ihr künstlerisches Schaffen wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Zuletzt erhielt sie 2017 die Max-Slevogt-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz.

2010 eröffnete die Künstlerin in Bad Münster am Stein-Ebernburg ein Steinskulpturenmuseum. Kubach-Wilmsens Skulpturen stehen in Museen und Plätzen in Europa, Nordamerika und Japan. In Hessen hat Kubach-Wilmsen etwa das „steinerne Tor“ am Fliednerplatz in Nieder-Ramstadt entworfen.

 

 

 

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