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Sopranistin aus Leidenschaft

Kaffeehauskonzert zum Saisonabschluss

Dekanat Offenbach

Pfarrerin Amina Bruch-Cincar und das Streichquartett "Concertino" geben am 24. September in der Stadtkirche ein "Kaffeehauskonzert" mit Wienerliedern und Operettenmelodien

Sopranistin aus Leidenschaft: Für Amina Bruch-Cincar ist Musik mehr als ein Teil ihres Berufs, sie ist Teil ihres Lebens. Die Pfarrerin der Gustav-Adolf-Gemeinde im Offenbacher Stadtteil Bürgel gibt regelmäßig Konzerte - aber nicht mit Melodien aus dem Bereich des neuen geistlichen Liedes, sondern mit Operettenarien oder Wienerliedern. Zum Saisonabschluss des Cafés Rapunzel in der Stadtkirche am Hugenottenplatz gibt sie am Sonntag, 24. September, um 15 Uhr gemeinsam mit dem Streichquartett „Concertino“ ein „Kaffeehauskonzert“.

„Das Format haben das Quartett und ich 2014 entwickelt“, sagt Bruch-Cincar, „damals hatten wir ein Konzert im Pfarrhof in Bürgel und es regnete schrecklich.“ Da ihre Kirche aber über eine gute Akustik verfügt, kamen die Musiker auf die Idee, das Konzert daraufhin in das Innere zu verlegen. „Und wenn wir schon Wienerlieder spielen, dann muss auch der Rahmen stimmen: Wir haben mit Ehrenamtlichen gemeinsam unsere Kirche für das Konzert in ein Kaffeehaus verwandelt“, sagt sie. Ein Helferkreis sorgte für ausgefallene Tortenkreationen, Tische und Stühle wurden wie in einem Café aufgestellt und eingedeckt. „Das war ein Volltreffer“, sagt die Pfarrerin, „die Kirche war voll und wir haben unglaublich viel Zustimmung erfahren.“

Seitdem gibt sie gemeinsam mit dem Quartett, das mit Grigori Dobrzynets, Tetyana Kashytska, Leonid Tenenbaum und Irina Valyashkina mit Musikern aus Russland und der Ukraine besetzt ist, regelmäßig Konzerte. „2018 werden wir unter anderem in Worms, bei Bonn oder in Dreieich auftreten“, sagt Bruch-Cincar.

Das Geheimnis des Erfolgs bestehe aus der richtigen Mischung der Stücke, verrät die Pfarrerin. „Die ganzen Arien und Lieder waren ja so erfolgreich, weil sie richtig gute Musik sind: Sie haben eingängige Melodien und sind gut komponiert“, sagt sie. Eines ihrer Lieblingsstücke ist die erste Arie der Adele aus der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauss. „Wenn ich ‚Mein Herr Marquis‘ singe, da kann ich richtig in die Vollen gehen und mit der Stimme und dem Publikum spielen – das ist auch für mich ein Riesenspaß“, sagt die 52-Jährige und lacht.

Nach ihrer Konfirmation entdeckte Bruch-Cincar die Freude am Singen für sich, zuerst im Kirchen-, dann im Schulchor. „Über Jahre habe ich regelmäßig Gesangsstunden bei Inge Corner in Offenbach genommen“, sagt sie. Schon damals entdeckte sie die Welt der Oper und Operette für sich. „Wenn ich Mozarts Blonde oder die Pamina singen durfte, dann war ich glücklich“, sagt sie, „das Theatralische ist eben mein Ding.“ Durch das Theologiestudium pausierte sie für einige Jahre, erst 2009 entdeckte sie den Gesang für sich wieder neu. Ausgerechnet eine Altarie aus dem Weihnachtsoratorium faszinierte Bruch-Cincar so, dass sie nach einer Sopranfassung suchte und wieder Gesangsstunden nahm. Heute ist sie Gesangsschülerin der Offenbacherin Leonore Blume. „Die Gesangsstunden sind wichtig für mich, damit sich keine Fehler einschleifen“, sagt sie.

Da der Gesang ihr ein Herzensanliegen sei, ließen sich die Übungsstunden gut mit ihrer Gemeindetätigkeit verbinden. „Als Pfarrerin bin ich es gewöhnt, vor Menschen zu sprechen, das hilft auch sehr bei Konzerten“, sagt sie und lacht. Gemeinsam mit den Musikern des Streichquartetts suche sie stets nach neuen Liedern und Arien. „Natürlich gibt es einige Wunschstücke, etwa Adeles zweite Arie“, sagt Bruch-Cincar, „auch ‚Draußen in Sievering‘ ist so ein Traum von mir. Mal schauen, wann ich eines davon in einem Konzert singen kann.“

 

Das Abschlusskonzert der Saison des Cafés Rapunzel mit dem Streichquartett „Concertino“ und Sopranistin Amina Bruch-Cincar beginnt am Sonntag, 24. September, um 15 Uhr in der Stadtkirche, Herrnstraße 44. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Das Café Rapunzel der offenen Stadtkirchenarbeit hat von April bis September immer freitags, samstags und sonntags von 14 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, außer am letzten Samstag im Monat.

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