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Bundesweiter Auftakt in Offenbach

20. Interkulturelle Wochen eröffnet

Dekanat Offenbach

Kirchenpräsident Dr. Volker Jung mahnt zur Eröffnung zu mehr Anstrengung und Einsatz bei der Integration. Schüler der Theodor-Heuss-Schule berichten von Fluchterfahrung

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Dekanat Offenbach

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der katholischen Kirche Heilige Dreifaltigkeit ist in Offenbach am Montag, 18. September, die 20. Interkulturelle Woche eröffnet worden. Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Volker Jung, mahnte in seiner Predigt zu mehr Anstrengungen und Unterstützung bei der Integration. Zugleich forderte er faire Asylverfahren ohne pauschale Ablehnungen. „Zusammenleben gelingt nicht einfach so. Es kann aber gelingen, wenn alle bereit sind, zu lernen und manchmal etwas herzugeben“, sagte Jung.

Mit Blick auf die nahe Bundestagswahl rief Jung zu Besonnenheit auf. Zuletzt habe sich eine „populistisch verzerrte Sicht“ der Begriffe „Nation“ und „Identität“ im Wahlkampf in den Vordergrund gedrängt, sagte Jung. Auch Dr. Udo Bentz, Generalvikar Weihbischofs des Bistums Mains, mahnte die Wahrung der Würde des Einzelnen an. „Dazu gehört die Wahrung der Würde des Fremden im Besonderen“, sagte er.

Schüler mit Migrationshintergrund der nahen Berufsschule Theodor-Heuss berichteten im Gottesdienst von ihren Fluchterfahrungen. „Wir hatten kein Problem mit Essen, kein Problem mit einem Haus – aber wir hatten keine Freiheit“, berichtete ein syrischer Schüler von den Gründen zur Flucht nach Europa.

Im Anschluss an den Gottesdienst, bei dem unter anderem auch Erzpriester Dr. Georgios Basioudis von der griechisch-orthodoxen Metropolie und Christopher Sturm von der altkatholischen Gemeinde Offenbach und Aschaffenburg beteiligt waren, wurden bunte Luftballons mit dem diesjährigen Motto der Interkulturellen Woche, „Vielfalt verbindet“, an die Besucher verteilt. Nach einem gemeinsamen Weg zur Theodor-Heuss-Schule ließen die Teilnehmer die Ballons mit dem Wunsch nach mehr Toleranz in den Himmel steigen.

Anschließend nahmen sich die Schüler der Theodor-Heuss-Schule der Themen „Flucht“ und „Kulturen“ mit einem Theaterprojekt an. Acht der teilnehmenden Schüler aus Afghanistan stellten sich zum Schluss vor das Publikum und sagten, dass sie einen Abschiebebescheid erhalten hätten – die Schülerschaft forderte daraufhin unter dem Applaus des Publikums, dass die Abschiebungen zurückgenommen werden sollten.

Bevor der Eröffnungsabend mit einer „Tafel der Begegnung“ zu Ende ging, konnten die Besucher noch verschiedene Kreativ-Stationen in der Schule rund um Integration, Migration und Abschiebung besichtigen.

Die 20. Interkulturellen Wochen werden noch bis 1. Oktober in Offenbach gefeiert. Die Evangelische Kirche in Offenbach lädt in dieser Zeit unter anderem am Freitag, 22. September, von 16 bis 18 Uhr zum Feierabend-Tischkicker-Turnier in das Familienzentrum Zion, Arthur-Zitscher-Straße 11, oder zur Eröffnung der neuen Buchskulptur am Sonntag, 1. Oktober, um 16 Uhr im Martin-Luther-Park ein. Gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern wie dem Roten Kreuz oder der Caritas richtet sie am Samstag, 23. September, von 14 bis 217 Uhr das Weltkindertagsfest im Büsingpark aus. 

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